Die Ladezeiten einer Website wirkt sich auf deren Ranking aus, auch wenn die Zeit nur ein kleiner Faktor von vielen ist. Noch wichtiger ist die Ladezeit aber in Hinblick auf die Nutzererfahrung. Oder möchten Sie etwa ständig warten, bis sich die Seite aufgebaut hat? Sicher nicht. Es ist daher enorm wichtig, dass Sie die Ladezeiten optimieren, um Ihren Besuchern ein bestmögliches Surferlebnis bieten zu können.

Wir stellen Ihnen die Ursachen vor, die derartige Verzögerungen auslösen und zeigen Ihnen ein paar Beispiele, wie Sie die Ladezeit Ihrer Seite verbessern.

Erst analysieren, dann Ladezeiten optimieren

Die Ladezeit einer Website kann durch sehr viele technische Aspekte beeinflusst werden. Ursachen sind z.B.:

– große Datenmengen auf der Website
– große Bilder
– Server ist zu langsam
– Komprimierungen sind nicht aktiviert
– Datenbanken arbeiten langsam

Sie müssen also zuerst herausfinden, wo der der Fehler liegt. Dafür gibt es eine Reihe von Analyse-Tools. Auch Google stellt ein derartiges Tool zur Verfügung: Google PageSpeed Insights. Das Tool ist kostenlos und analysiert den gesamten Ladevorgang. Es testet also nicht einfach die Zeit, bis die Seite vollständig geladen ist, sondern überprüft mehrere Faktoren. Als Ergebnis erhalten Sie einen Wert (PageSpeed) zwischen 1 und 100. Je höher der Wert, desto besser ist die Performance Ihrer Website.

Das Tool liefert aber nicht nur den Wert, sondern gibt auch an, wo die Schwachstellen liegen und wie diese behoben werden können. Es ist allerdings kaum möglich, den maximalen Wert zu erreichen und das ist auch nicht sinnvoll. Bereits ein Wert, der höher als 90 liegt, verlangt, dass Sie alle interaktiven Features und externe Scripte deaktivieren, die sich natürlich deutlich beim Laden bemerkbar machen. Das wiederum würde aber die Nutzbarkeit der Seite negativ beeinflussen.

Arbeiten Sie also nicht stur auf einen bestimmten Wert hin, sondern überlegen Sie immer, wie wichtig die Funktion ist, um den Nutzern ein positives Erlebnis auf Ihrer Website zu ermöglichen.

Beispiele zur Ladezeitenoptimierung

Im Folgenden stellen wir Ihnen 5 konkrete Fälle vor, die sich auf die Ladezeit auswirken und zeigen Ihnen die Optimierungsmöglichkeiten:

Javascript und CSS Datensätze zu groß

Auch Kleinigkeiten können die Ladezeit verbessern, wenn sie in einer großen Masse auftreten wie die sogenannten Whitespaces in CSS und Javascript. Durch die Entfernung dieser unnötigen Leerzeichen können Sie die Webseitengröße um bis zu 21 Prozent verringern. Das lässt sich über Tools realisieren wie z.B. JSMin oder YUI Compressor.

Position von CSS- und Javascript-Dateien im Quellcode

Wenn Sie die JS- und CSS-Dateien an den Anfang im Code stellen, könnte es bei einem langsamen Server sein, dass der Bildschirm eine ganze Weile weiß bleibt – so lange, bis die ganze Java-Datei geladen ist. Das können Sie dadurch lösen, indem Sie JS in den Footer des Quellcodes einbauen und CSS in den Header. Der Nutzer sieht dann sofort den für ihn wichtigen Webseiteninhalt. Call-To-Action-Buttons, die erst etwas später im „Laufe des Webseitenbesuchs“ eine Rolle spielen, werden eben erst etwas später nach dem Klick geladen.

Zu große Bilder

Da Bilddateien wesentlich größer als Textelemente sind, bilden sie oft auch den höchsten Datenanteil an einer Seite. Am besten optimieren Sie die Bilder schon vor dem Einfügen durch ein Bildbearbeitungsprogramm wie Photoshop. Speichern Sie sie einfach im Webseitenformat ab und reduzieren Sie damit die Datengröße.

Möglich ist auch die Auslagerung der Bilder durch ein CDN, ein Content Delivery Netzwerk, sofern sehr viele Bilder auf der Website vorhanden sind. Sie liegen dabei auf einem externen Server, was ein schnelleres Laden ermöglicht.

Dokumente auf dem Server sind zu groß

Achten Sie darauf, die Dokumente in komprimierter Form zur Verfügung zu stellen. Möglich ist das z.B. in Form von gzip-komprimierten Inhalten. Das funktioniert sowohl mit IIS-Servern als auch mit Apache-Servern.

Servercache

Der Servercache sollte nur in Ausnahmefälle geleert werden, z.B. bei wichtigen Updates, die sofort umgesetzt werden müssen. Bei im Browser-Cache gehaltenen Daten, die per HTTP übertragen werden, empfiehlt es sich, ein Ablaufdatum einzurichten. Hier sollten Sie aber darauf achten, einen guten Mittelweg zu finden zwischen: Datum nicht zu knapp bemessen und Webseiteninhaltsanzeige nicht behindern.

Dieser Beitrag soll Ihnen erstmal einen groben Überblick über die Möglichkeiten der Ladezeitoptimierung geben. Wir werden in künftigen Blogbeiträgen noch detaillierter auf die einzelenen Möglichkeiten der Optimierung eingehen.


7 Kommentare  |  Kommentar schreiben

7 Kommentare zu “Ladezeiten optimieren – Tipps für eine bessere Websiteperformance

Andreas #

Geschrieben am 15. Dezember 2015 um 13:06 Uhr

Hallo,

der Apache-Server liefert Dateien automatisch gzip-komprimiert aus, wenn er richtig konfiguriert ist.

Dazu muss mod_deflate vorhanden sein.
http://httpd.apache.org/docs/2.4/mod/mod_deflate.html

So macht es z.B. Contao in Version 3.5.6:
https://github.com/contao/core/blob/master/.htaccess.default#L70-L82

Gruß Andreas

admin #

Geschrieben am 15. Dezember 2015 um 15:05 Uhr

Richtig, der Apache Webserver unterstützt die Komprimierung. Aber diese muss halt per htaccess noch aktiviert und konfiguriert werden. mod_deflate ist auch auf all unseren Servern aktiv und kann von unseren Kunden verwendet werden.

Thomas #

Geschrieben am 7. Juni 2016 um 08:08 Uhr

Eine Frage zum serverseitigen Caching. Ist bei webgo APC oder Memcached installiert, so dass man in PHP kompilierte Datenbankabfragen, Abfrageergebnisse etc. oder mit Symfony die ausgelesenen Annotations cachen kann?

Ist nicht akut wichtig, aber könnte unter Umständen die Antwortzeiten auch verkürzen.

Viele Grüße
Thomas

webgo #

Geschrieben am 7. Juni 2016 um 08:20 Uhr

Hallo Thomas,

serverseitig haben wir derzeit nur den OPCache installiert. Dieser kann über die php.ini jederzeit aktiviert und konfiguriert werden. Unser Support berät Dich dabei gerne.

Mit dem OPCache haben wir bisher die besten Erfahrungen und Ergebnisse erzielt.

Ich hoffe, dies hilft Dir etwas weiter 😉

Dein webgo Social Media Team

Simon W #

Geschrieben am 12. Januar 2017 um 15:18 Uhr

Eventuell ist Redis eine alternative? Opcache ohne APCu bringt ja defakto meist wenig.

CodeSache - Contao Partner #

Geschrieben am 6. September 2018 um 13:16 Uhr

Hallo zusammen,
gibt es den zu dem Hosing-Paketen Platin eine Auswahl an Cache-Methoden wie Redis oder Memcached die ich aktivieren kann.

Ich habe bei mir auf der Seite zum Thema Ladezeitenoptimierung mit Contao auch ein paar Informationen zusammen getragen.
https://www.codesache.de/webseiten-ladezeiten-optimieren

Viele Grüße
Markus

Marcel El-Ghori (webgo GmbH) #

Geschrieben am 6. September 2018 um 13:44 Uhr

Lieber Markus,

in Webhosting Paketen gibt es die Möglichkeit, mit einem Befehl in der php.ini OPcache zu aktivieren.
Dafür gehst Du wie folgt vor:

Um OPcache zu aktivieren, müssten folgende Einträge zu der php.ini hinzugefügt werden:

ab PHP 5.5

zend_extension=/usr/local/ZendGuardLoader-php-[php]-linux-glibc23-x86_64/opcache.so
opcache.enable =1
opcache.memory_consumption=128
opcache.interned_strings_buffer=8
opcache.max_accelerated_files=4000
opcache.revalidate_freq=60
opcache.fast_shutdown=1
opcache.enable_cli=1
ab PHP 7.0

zend_extension=opcache.so
opcache.enable =1
opcache.memory_consumption=128
opcache.interned_strings_buffer=8
opcache.max_accelerated_files=4000
opcache.revalidate_freq=60
opcache.fast_shutdown=1
opcache.enable_cli=1

Wir hoffen das wir Dir damit weiterhelfen konnten! Gerne kannst Du uns jederzeit im Support kontaktieren, solltest du Hilfe benötigen.
Für den Einsatz von Memcached benötigst Du jedoch einen vServer.

Liebe Grüße
Dein webgo Social Team

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