Sie können Ihren Unternehmensblog als Unterverzeichnis Ihrer Hauptdomain anlegen (www.mein-unternehmen.de/blog) oder als Subdomain (blog.mein-unternehmen.de). Beide Möglichkeiten haben Vor- und Nachteile. Welche das in Hinblick auf Technik, Inhalte und Suchmaschinenoptimierung sind, erfahren Sie im folgenden Beitrag.

Subdomain oder Unterverzeichnis? Auswirkungen auf das Ranking

Bis 2011 gab es bei Google die Einschränkung, dass von einer Hauptdomain lediglich zwei Ergebnisse auf der ersten Ergebnisseite auftauchen können. Subdomains fasste der Algorithmus bis dahin als eigenständige Website auf, sodass diese Variante gut geeignet war, doch mehr als nur die zwei angesprochenen Seiten des eigenen Unternehmens in den Suchergebnissen platzieren zu können.

Wie bei vielen anderen Versuchen, Beschränkungen der Suchmaschine zu umgehen, schob Google auch diesem Mechanismus einen Riegel vor. Subdomain und Unterverzeichnis werden seitdem von Google gleich bewertet, sodass die Wahl der einen oder anderen Variante keinen Einfluss auf das Ranking hat. Soweit die Aussage von Google.

Ganz so einfach ist die Lage allerdings nicht, wie ein Blick auf die Verlinkungsstruktur zeigt.

Auswirkungen auf die Verlinkung

Bei der Verlinkung zeigen Subdomain und Unterverzeichnis verschiedene „Verhaltensweisen“ abhängig von internen und externen Links.

Vorteile der Subdomain:

Link von Subdomain zu Hauptdomain zählt stärker als ein Link vom Unterverzeichnis auf die Hauptdomain, da Google den Link von der Subdomain im Prinzip wie einen externen Link bewertet

Vorteile beim Unterverzeichnis:

  • externer Link auf das Unterverzeichnis wirkt sich positiv auf die Hauptdomain aus, auf die Subdomain verweisend hat er keine Auswirkungen auf die Hauptdomain
  • die interne Verlinkung gestaltet sich insgesamt einfacher als mit der Subdomain, da ohnehin (mithilfe der Navigation) Verlinkungen vorhanden sind

In technischer Hinsicht liegt das Unterverzeichnis vorn

Eine Subdomain benötigt ein eigenes Domain Name System mit einem anderen Rootverzeichnis-Ordner. Das Unterverzeichnis kommt hingegen ohne diese Zusätze aus, da es der Hauptdomain direkt untergeordnet ist. Dadurch können Inhalte im Unterverzeichnis viel leichter eingebunden werden als in der Subdomain. Weniger Aufwand gibt es zudem für den Fall, dass ein Domainwechsel geplant ist.

Als bessere Wahl erweist sich die Subdomain allerdings, wenn das CMS keine Blogunterstützung beinhaltet. Dann lässt sich WordPress wesentlich leichter installieren. Allerdings bieten heutzutage fast alle CMS eine Blogunterstützung an, sodass dieser Aspekt weniger relevant ist.

Fazit:

Beim Einbinden neuer Inhalte und der internen Verlinkung bietet der Unternehmensblog als Unterverzeichnis eindeutig Vorteile. Außerdem lässt sich so viel leichter die Position der Hauptseite verbessern, nämlich indem Inhalte mit zum gesamten Themenkomplex der Hauptdomain passenden Keywords ergänzt werden. Würden diese Inhalte auf einer Subdomain veröffentlicht werden, würden sie sich dagegen nicht stärkend auf die Hauptseite auswirken.

Das zeigt wiederum, dass Googles Gleichbehandlung beider Varianten in der Realität unterschiedliche Ergebnisse zeigt: Als Unterverzeichnis liefert der WordPress Unternehmensblog zumeist bessere Ergebnisse für das Ranking der Hauptdomain.


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