Im zweiten Beitrag unserer Reihe „Website Analyse Tools“ möchten wir das Tool etracker vorstellen. Der aus Hamburg stammende Anbieter stellt ein Webanalytics-Tool in verschiedenen Funktionsumfängen zur Verfügung, die dementsprechend unterschiedlich viel kosten. Während die Basisversion lediglich für private Webseitenbesitzer sinnvoll ist, sollten sich kommerzielle Anbieter für einen größeren Funktionsumfang entscheiden, der wesentlich umfangreichere Daten und damit auch Auswertungsmöglichkeiten bietet.

Wir stellen Ihnen den Funktionsumfang von etracker vor und zeigen Ihnen, worin die Unterschiede zum weitverbreiteten kostenlosen Webanalyse-Tool Google Analytics liegen.

Implementierung von etracker

Um Daten über etracker sammeln zu können, müssen Sie auf allen Seiten, von denen Sie Daten sammeln möchten, einen JavaScript-Code hinzufügen. Während die meisten anderen Webanalyse-Tools die Logfile-Analyse nutzen, kommt bei etracker die Pixel-Technologie zum Einsatz. Wird eine Seite mit einem eingebundenen etracker-Code geladen, wird automatisch ein Zählpixel mitgeladen, was für den Nutzer aber nicht wahrnehmbar ist. Dadurch sammeln Sie für Ihre Website in Echtzeit wertvolle Informationen über den Besucher.

Der Preis für das Tool variiert je nach Leistungsumfang. Sie können alle Versionen kostenlos testen und bei Bedarf das Leistungspaket erweitern.

etracker Funktionen

Das Webanalyse Tool bietet zahlreiche Funktionen zum Testen, Analysieren und Optimieren. Um sowohl qualitativ als auch quantitativ nutzbare Ergebnisse zu erhalten, sollten Sie jedoch eine der umfangreichen Leistungs-Versionen wählen. Die wichtigsten Funktionen sind:

Web-Analytics:

Erstellung von Kennzahlen zu den Besuchern mithilfe quantitativer Analysen, u.a. durch einen Kampagnenverlauf, durch ein Live-Besucher-Tracking, Segmentierungen und Trendanalysen.

Page Feedback:
Diese Funktion beinhaltet einen Feedback-Button, über den die Besucher Ihnen direkt Verbesserungsvorschläge schicken können.

Visitor Motion:
Die Mausbewegungen von Besuchern lassen sich nachvollziehen und damit z.B. auch der finale Ausstieg bei Formularen.

Campaign Control: Damit sind interaktive Cross-Channel-Analysen möglich.

Page Optimizer: Ermöglicht A/B-Tests (mit Split-URL oder visuellem Editor) und Analysen der User Experience.

etracker ermöglicht Ihnen also vielfältige Möglichkeiten, um herauszufinden, wie Nutzer auf Ihre Seite reagieren, wie sie navigieren, wo sie warum aussteigen. Weiterhin können Sie damit den Erfolg von Marketing-Kampagnen messen und überprüfen, mit welchen Aktivitäten Sie die meisten Konversionen erzielen.

etracker vs. Google Analytics

Viele Websitebesitzer nutzen für die Webanalyse Google Analytics, einfach weil es kostenlos ist. Allerdings müssen Sie als Analytics Nutzer in Kauf nehmen, dass der dazugehörige Code auf sehr vielen Websites implementiert ist und die Daten auf Servern im Ausland gespeichert werden. Durch die Daten kann Google umfangreiche Nutzerprofile (vor allem in Kombination mit anderen Google-Diensten) anlegen, was dem Unternehmen wiederum erlaubt, auf den Nutzer angepasste Werbung zu zeigen. etracker speichert die Daten hingegen nur in Deutschland, sodass sie auch unter das deutsche Datenschutzrecht fallen.

Bei der Entscheidung für Google Analytics oder einen kostenpflichtigen Webanalyse-Anbieter wie etracker sollten Sie also nicht nur die finanziellen Aspekte im Blick behalten.


5 Kommentare  |  Kommentar schreiben

5 Kommentare zu “Website Analyse Tools: etracker – im Vergleich mit Google Analytics

Andreas #

Geschrieben am 3. Mai 2016 um 12:15 Uhr

Hallo zusammen,

als kostenlose Alternative zu Google-Analytics und Etracker sollte hier auch Piwik genannt werden.

https://de.wikipedia.org/wiki/Piwik

Piwik kann auf dem eigenen Server gehostet werden. Damit entfallen Anfragen auf Fremddomains und Datenspeicherung auf fremden Servern. Zu bedenken ist auch, dass viele Besucher die Anfragen an Google-Analytics und Etracker gesperrt haben.

Gruß Andreas

Melvin #

Geschrieben am 27. August 2022 um 07:58 Uhr

Hallo an alle,

wir nutzen seit diesem Jahr auch etracker Analytics, weil das Tool erstens zu 100% DSGVO-konform ist und zweitens nicht annähernd so viele Daten verliert wie Google Analytics. Bei unseren Kund:innen mussten wir über die letzten beiden Jahre feststellen, dass zwischen 50% – 70% der Daten verloren gehen, weil die meisten User:innen Statistik-Cookies nicht akzeptieren bzw. kategorisch ablehnen. An diesen beiden Vorteilen kommt Google Analytics respektive GA4 nicht vorbei.

etracker hat den Vorteil gegenüber anderen Lösungen, dass er sehr gut mit Google Ads harmoniert. Dies ist auch unseren Kund:innen überaus wichtig.

LG,
Melvin von Kapwa Marketing

Marcel El-Ghori (webgo GmbH) #

Geschrieben am 5. September 2022 um 13:11 Uhr

Lieber Melvin,

vielen lieben Dank für Dein Kommentar und die damit verbundenen Infos. Dies wird vielen sicherlich bei der Entscheidung, welches Analyse Tool eingesetzt werden soll, weiterhelfen!

Liebe Grüße
Marcel vom webgo Social Team

Melvin #

Geschrieben am 7. September 2022 um 04:26 Uhr

Lieber Marcel,

danke für deine Antwort.

Spätestens jetzt ist die Zeit gekommen, in der man sich nach Google Analytics Alternativen umsehen sollte. Ein weiteres gutes Analyse-Tool ist beispielsweise auch Matomo. Für die meisten KMU ist etracker Analytics aus unserer Sicht bereits eine sehr gute Wahl, zumal es hier auch zusätzlich zur Cookie-losen Lösung auch noch eine Cookie-Variante gibt, die einen dann noch tiefer in die Webanalyse einsteigen lässt.

Die meisten unserer Kund:innen sind jedenfalls sehr zufrieden mit etracker!

LG,
Melvin von Kapwa Marketing

Marcel El-Ghori (webgo GmbH) #

Geschrieben am 16. September 2022 um 09:10 Uhr

Lieber Melvin,

selbstverständlich gern!

Danke Dir für Deinen Hinweis zu Matomo. Dies ist sicherlich für viele eine tolle Alternative zu Google Analytics, oder aber auch zu eTracker, weil es eine OpenSource Analyse Plattform ist. Wir setzen eTracker ein und sind grundsätzlich zufrieden damit. 🙂

Liebe Grüße
Marcel vom webgo Social Team

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