Software-Container – das Buzzword auf Entwickler-Konferenzen

Seit etwa 2 Jahren sind Software-Container das Thema auf Entwicklerkonferenzen. Und das, obwohl die Idee hinter den Containern eigentlich schon sehr alt ist. Was sich hinter der Anwendungs-Virtualisierung mit Containern verbirgt und warum es auch nach fast zwei Jahren immer noch ein derartiges Hype-Thema ist, erfahrt Ihr in unserem heutigen Blogbeitrag.

Woher stammt die Bezeichnung „Software-Container“?

Der Begriff „Container“ bezieht sich tatsächlich auf die aus dem Transportbereich bekannten Container, da sie auf dem gleichen Grundprinzip basieren: Die unterschiedlichsten Güter werden von einem Ort zum anderen transportiert, wobei standardisierte Containermaße genutzt werden. Genau das macht den Transport so einfach und leicht kalkulierbar.

Wie im Transportwesen ist ein Container in der IT auch nur ein Behälter. Statt unterschiedlicher Güter befinden sich darin vielfältige Anwendungen, inklusive Bibliotheken und Frameworks. Dabei laufen die Anwendungen alle unabhängig voneinander. Neu ist die Technik allerdings nicht. IBM hat schon in den 70er Jahren Software-Container eingesetzt. Außerdem gehören sie für Linux-Entwickler zum Alltag, denn bei diesem Betriebssystem gehören sie schon von Beginn an zur „Grundausstattung“.

Der seit etwa zwei Jahren andauernde Hype um die Container geht aber auf ein anderes System zurück: Docker.
Docker basiert ebenfalls auf einer Linux-Technologie, ist aber nicht an Virtualisierungen mit Linux gebunden, sondern kann auch für Windows und OS X genutzt werden. Großen Erfolg hat dieses Container-System vor allem durch die einfache Containerverwaltung.

Unterschied zur Virtualisierung

Software-Container haben große Ähnlichkeit mit der Systemvirtualisierung, also virtuellen Maschinen. Allerdings fungiert der Container lediglich als Hülle und besitzt kein eigenes Betriebssystem. Das liefert die Systemsoftware vom Host-Rechner. Der Verzicht auf das Betriebssystem ist auch der Grund, warum Software-Container so viel „leichter“ als klassische Virtualisierungen sind: Sie benötigen viel weniger Ressourcen und starten entsprechend schneller. Dadurch wiederum kann ein Computer eine Vielzahl an Containern ausführen.

Software-Verwaltung wird wesentlich vereinfacht

Neben dem geringeren Ressourcen-Verbrauch haben die Container noch weitere Vorteile:

Leichtere Anpassungen – Da die Anwendungen im Container unabhängig voneinander sind, sind Anpassungen leichter umsetzbar, da die Änderungen keinen Einfluss auf andere Anwendungen haben. Das wiederum bietet deutliche Vorteile für die Entwicklung von Container-Betriebssystemen.

Leichterer Transport – Ein Umzug über verschiedene Umgebungen ist wesentlich leichter, z.B. bei einem Umzug zu einem anderen Server. Das erhöht die Effizienz und den Austausch zwischen verschiedenen Unternehmensabteilungen.

Die Möglichkeit, Container unkompliziert von einer zur anderen Systemplattform zu verschieben, bietet gerade für Clouds Vorteile. Selbst ein Verschieben von einer Cloud zur anderen ist ohne Probleme möglich.

Schneller neue Funktionen und Updates liefern. Weniger störungsbedingte Ausfälle. Jederzeit reibungslose Abläufe ohne Zeitverzögerungen. In Zukunft werden diese Aspekte in der IT-Infrastruktur immer wichtiger und damit auch die Nutzung von Software-Containern. Sie ermöglichen eine bessere Kalkulation, sind stabil und machen die Arbeit eines Unternehmens wesentlich effizienter, was vor allen in auftragsstarken Zeiten wichtig ist.


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