Wichtige Einstellungen direkt nach der WordPress-Installation

Bevor Sie sich nach der Installation von WordPress gleich auf die Erstellung von Seiten oder Beiträgen stürzen, sollten Sie einige Grundeinstellungen ändern. Auch einige Plugins, die durch die Standardinstallation mitgeliefert werden, gehören dazu. Sie können eher ein Ballast sein, statt der Seite zu helfen oder sich gar nach einiger Zeit als Sicherheitsrisiko oder Kostenfalle herausstellen. Im folgenden Beitrag zeigen wir Ihnen, welche Schritte direkt nach der WordPress-Installation sinnvoll sind.

1. Untertitel für die Website anpassen

Bei der Installation liefert WordPress einen Standard-Untertitel: Just another WordPress Site. Statt dieser allgemeinen Standard-Aussage soll hier aber eine knappe Beschreibung der Website stehen. Ändern können Sie das in den „Einstellungen“ unter „Allgemein“. Übrigens lässt sich hier auch der Webseitentitel ändern, falls Sie doch einen anderen Titel möchten als den bei der Installation angegebenen.

2. Suchmaschinen blockieren

Das mag vielleicht auf den ersten Blick seltsam klingen, immerhin soll die Seite ja in Zukunft über Suchmaschinen gefunden werden. Bei einer Seite, die gerade erst entsteht, ist es aber besser, wenn die Suchmaschinen davon nichts mitbekommen. Sie würden nur auf unfertige Seiten stoßen, die einerseits wenig Informationen zur Einordnung der Inhalte liefern und andererseits wohl kaum nützlich für den Leser sind.

Standardmäßig werden durch die WordPress-Grundeinstellungen Suchmaschinen wie Google und Bing automatisch benachrichtigt. Änderungen sind im Bereich „Einstellungen“ im Menüpunkt „Lesen“ möglich. Dort gibt es den Punkt „Sichtbarkeit für Suchmaschinen“, bei dem Sie das Häkchen setzen. Nur noch über „Änderungen übernehmen“ bestätigen und fertig.

Wichtig! Denken Sie daran, das Häkchen wieder zu entfernen, wenn die Seite bereit ist, „der Welt präsentiert zu werden“.

3. Beispielbeiträge löschen

Um WordPress-Anfängern die Einarbeitung in das System zu erleichtern und zu zeigen, wie Seiten und Beiträge aussehen, gibt es nach der WordPress-Installation eine Beispielseite und einen Beispielbeitrag. Damit diese nicht aus Versehen auf Dauer dort stehen bleiben und für den Seitenbesucher sichtbar sind, sollten Sie diese Beiträge/Seiten gleich löschen.

Das Löschen von Beiträgen und Seiten funktioniert ähnlich: Sie gehen über das Menü links auf die jeweiligen Bereiche („Beiträge“ oder „Seiten“) und wählen „Alle anzeigen“ aus. Die Auswahl der zu löschenden Elemente erfolgt durch das Anklicken des Häkchens. Über das Drop-Down-Menü „Aktion wählen“ schieben Sie das Element in den Papierkorb. Wie auf dem Rechner sind die Beiträge/Seiten damit noch nicht vollständig gelöscht. Das geschieht erst durch das Leeren des Papierkorbs. Sie können also ein versehentlich gelöschtes Element wieder „retten“.

4. Lesbare URLs erstellen

Diese Einstellung ist sowohl für Suchmaschinen als auch für Nutzer sinnvoll: Mit einer lesbaren URL wie …/rezepte/flammkuchen erhalten beide auf Anhieb die Informationen, worum es auf dieser Seite geht. In der Grundeinstellung sind dort nur kryptische Zeichen zu finden. Die Änderung nehmen Sie wieder in den „Einstellungen“ vor, diesmal unter „Permalinks“.

Dort sollten Sie die Option „Beitragsname“ oder „Benutzerdefinierte Struktur“ auswählen. Bei „Beitragsname“ wird der Titel des Beitrags in die URL übernommen. Noch besser anpassen lässt sich die URL allerdings über die „Benutzerdefinierte Struktur“, wodurch Sie beispielsweise die URL zusätzlich durch Kategoriebezeichnungen oder Datumsangaben ergänzen können. Das kann z.B. folgendermaßen aussehen:

http://www.meine-seite.de/%category%/%postname%

Damit wird die URL aus der Domain, der Kategorie und dem Beitragstitel gebildet.

5. Unnötige Plugins entfernen

Bei der Installation von WordPress sind bereits zwei Plugins vorhanden – „Akismet“ und „Hello Dolly“. Akismet ist ein Spamschutz-Plugin. Es schützt zwar vor Spam, sorgt allerdings für Datenschutzprobleme, da es Informationen der Websitenutzer weitergibt. Hinzukommt, dass das Plugin ab einer bestimmten Kommentaranzahl nicht mehr kostenlos ist.

„Hello Dolly“ stellt zwar kein Risiko dar, es ist aber im Grunde genommen überflüssig, denn das einzige, was das Plugin bewirkt, ist die Anzeige von Zitaten von Louis Armstrongs Song „Hello Dolly“ in der Administrationsoberfläche. Die ursprüngliche Idee hinter „Hello Dolly“ war, Entwicklern des Systems zu zeigen, wie ein Plugin für WordPress aufgebaut ist, um andere Plugins dementsprechend zu erstellen. Deshalb war das Plugin Teil der „Geburtsstunde“ von WordPress.

Die Entfernung der Programme erfolgt in den „Einstellungen“ unter dem Punkt „Plugin“. Dort werden alle Plugins aufgelistet.

6. Datenschutzkonformen Spamschutz ergänzen

Durch das Entfernen von „Akismet“ wird Spam natürlich wieder Tür und Tor geöffnet. Deshalb sollten Sie im Zuge der Entfernung des einen gleich ein anderes Antispam-Plugin hinzufügen. Wir empfehlen Ihnen die Verwendung von AntispamBee. Es ist kostenlos und erfüllt die Anforderungen an den Datenschutz. Die Installation wird über das im 5. Punkt beschriebene Plugin-Menü durchgeführt. Nach dem Klick auf „Installieren“ erscheinen die beliebtesten WordPress-Plugins. Die Suche nach einem bestimmten Plugin ist natürlich auch möglich. Das gewünschte Plugin laden Sie einfach durch den Klick auf „Installieren“ herunter und klicken anschließend auf „Aktivieren“.

7. RSS-Feeds Kurzfassung einstellen

Diese Einstellung ist wichtig, um den Diebstahl von Inhalten zu erschweren. Mit der Standardeinstellung sind die kompletten Inhalte über RSS-Reader auslesbar. Um das zu ändern, klicken Sie in den Einstellungen auf „Lesen“ und wählen dort „Kurzfassung“ aus.

Es gibt auch die Möglichkeit, viele der hier vorgestellten Einstellungen über Plugins zu lösen, die zudem weiterführende Optionen ermöglichen. Für den Beginn mit WordPress ist dieses Vorgehen jedoch einfacher und verständlicher. Zudem sollten Sie sich als WordPress-Anfänger ohnehin mit den Möglichkeiten der Administrationsoberfläche vertraut machen.


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